27.05.2010

Also liebe Menschen ich bin ja ein sehr ehrgeiziger Mensch. Ich verlange immer viel von mir selbst. Das führt hin und wieder dazu das ich unzufrieden mit mir bin. Und wenn ich unzufrieden bin, hilft eigentlich auch kein Mittel dagegen. Bei Web Projekten wird halt einfach alles gelöscht und von vorne angefangen. Gut.

Nun habe ich mir vor knapp einem Monat meine Nikon D3000 gekauft. Seit her habe ich knapp um die 700 Bilder gemacht, einige gut und mehrere schlecht.
Ja klar, gehört ja auch dazu sagen nun einige von euch. Stimmt auch. Grade da ich nur im Manuellem Modus fotografiere sind einige Bilder eher schlecht als Recht.
Aber um ehrlich zu sein, ich schaue viel mehr auf den Belichtungsregler als auf die Einstellungen die ich mache. Ist es überbelichtet Verschlusszeit runter und Blende zu. Fertig.
Leider habe ich bisher irgendwie nicht das Gefühl entwickelt was genau mir diese Einstellungen bringen, abgesehen von der Helligkeit.

Erfahrene Fotografen schlagen jetzt die Hände über den Kopf zusammen und lesen nicht weiter. Das die Blende auch Maßgebend für die Schärfe da ist, danke das weiss ich.
Und trotzdem habe ich kein Gefühl dafür. Wann bringe ich welche Technik an um die Atmospähre in den Bild einzufangen?

Genau das selbe Problem habe ich mit den Objektiven. Als erstes hätten wir da das Standardobjektiv mit 18-55mm. Hatte bestimmt mal jeder von euch (also die schonmal eine DSLR hatten).
Und dann wäre da noch das 55-200mm Teleobjektiv. An einem sonnigem Tag habe ich das gute Stück dann mal ausprobiert und naja was soll ich sagen. Weniger Bild, mehr Zoom.
Gefühlt mag ich das 18-55mm lieber weil mehr drauf passt. Aber was genau ich nun für einen Unterschied habe ausser dem oben beschrieben, ergibt sich mir nicht wirklich.
Als ich vor knapp 3 Wochen ein 10-20mm extrem Weitwinkel ausprobierte war ich erstmal Baff als ich durch den Sucher blickte. Ich hatte das Gefühl hinter mich schauen zu können und echt weit weg zu stehen. Hat mich wirklich beeindruckt!

Alles schön und gut aber da wäre ja noch etwas: Ich finde meine Motive langweilig!
Ja, ich nörgel grade ziemlich viel ich weiss. Location ist natürlich eine Vorraussetzung für manche Bilder aber selbst bei 0815 Bildern habe ich das Gefühl noch längst nicht alles aus dem Bild rausgeholt zu haben. So jetzt ist es raus. Hier mal die letzten paar Schüsse:

DSC_0119

DSC_0001

DSC_0024

Vom Motiv her vielleicht ganz okay aber trotzdem werd ich das Gefühl nicht los das da viel mehr Potential hinter war als ich einfangen konnte.
Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht das ihr nun alle sagt “Hey deine Bilder sind doch voll gut was hast du denn?!”. Es soll kein “Fishing vor compliments” werden, sondern ich möchte eine offene Diskussion darüber führen was ihr darüber denkt oder was ich besser machen kann.
Was für Erfahrungen habt ihr am Anfang gemacht mit eurer DSLR bezüglich Objektiven, Verständnis der Belichtung, Schärfe und Atmospähre?
Habt ihr Tipps für Locations die ich umbedingt mal Testen sollte oder was ich üben sollte? Im August fliege ich für 2 Wochen nach Spanien und meine persönlichen Erwartungen an mich was die Urlaubsfotos angeht ist Recht hoch. Üben üben üben oder habe ich etwas Grundlegendes verpasst?

Ich freue mich über jede konstruktive kritik die Ihr mir gebt und werde mir alles zu Herzen nehmen! Danke!

Mark 27.05.2010 - 21.33 Uhr

Ach und der Vollständigkeit halber hier noch der Link zu meinem Flickr Account: http://www.flickr.com/photos/49237543@N06/

Yannick 27.05.2010 - 22.15 Uhr

Immer weiter knipsen, irgendwann kommt das Gefühl. Auch was Blende und das Einfangen von Stimmungen ist. Allgemein finde ich offen Blende oder eben eine lange Brennweite toller.

Hattest du dir das 55-200er später noch dazu gekauft? Werf mal einen Blick auf das Nikon AF 50mm f/1.8 D – kostet knapp 120 Euro, findest du in der Bucht in neuwertigem Zustand für um die 90-100 Euro.

Mit der Linse, das garantiere ich dir, wirst du ein Gefühl für die Blende bekommen. Bei Offenblende kannst du Motive wunderbar freistellen, kannst bei schwierigen Lichtverhältnissen noch eine Menge ohne Blitz rausholen. Ich glaube, wenn du wirklich dran bleiben willst, dann lohnt sich diese Linse. Die Festbrennweite gibt dir mit der Zeit auch ein Gespür für Motive, weil DU dich bewegen musst, um den Ausschnitt, den du gerne hättest, aufs Bild zu bekommen.

Das was du mit f/1.8 oder f/2 anstellen kannst, das schaffst du mit dem 18-55er nicht. Hier kannst du nur über die Brennweite gut freistellen und auch nur bei Motiven, die relativ nah dran sind.

Mark 27.05.2010 - 22.31 Uhr

Nein, hab das im Kit mit dabei gehabt sind daher beide auch ohne Stabilisator.
Leider kommt für mich vorerst keine neue Scherbe in Frage, einfach aus finanzieller Sicht.
Aber werde das definitiv im Hinterkopf behalten wenn ich mal wieder paar Tacken über habe.

Was genau macht Objektive mit fester Brennweite so besonders?
Habe zwar schon ein paar Sachen darüber gelesen aber so ganz klar geworden ist es mir nicht. Klar ist es optimal aufeinander abgestimmt aber macht das so einen riesen unterscheid?

Mark 28.05.2010 - 11.10 Uhr

Okay, frage mit Hilfe dieses Super Artikels selbst beantwortet:
http://kwerfeldein.de/index.php/2009/08/27/objektive-warum-ich-festbrennweiten-empfehle/

Yannick 28.05.2010 - 14.00 Uhr

Ah hehe. Gut, dann muss ich nichts mehr schreiben. Ich persönlich würde das 55-200er verkaufen und mir von dem Geld die 50er FB holen.

Dass das 18-55er keinen VR hat, ist nicht schlimm ;)